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Lebensmittel online shoppen - Mein Fotoreport

Über Kollegen habe ich kürzlich erfahren, dass es wieder Unternehmen gibt, die versuchen, Lebensmittel und E-Commerce kompatibel zu machen. Ich habe einen der aktuell offenen Online-Supermärkte ausprobiert und kann euch heute meine Erfahrungen in einem kleinen Foto-Report präsentieren. :)

My-Time - Onlineshop der Bünting E-Commerce in Oldenburg

Hier habe ich meinen Wocheneinkauf bestellt. Da ich den Service zum ersten mal ausprobiert habe, wollte ich eine möglichst aussagekräftige Bestellung. Ich habe daher auch transportkritische Lebensmittel wie Eier, Obst und Gemüse bestellt. Der Shop versendet Lebensmittel Deutschlandweit. Die Warenpalette ist die von "Famila"-Märkten. Man findet die meisten, gängigen Markenprodukte und Ware der Discount-Eigenmarke "Jeden Tag" und der Lokal-Eigenmarke "Küstengold". Die Preise sind sehr ähnlich den Preisen an den Regalen im lokalen Famila-Supermarkt. Ich konnte keine besonderen Aufpreise feststellen.

So funktioniert's

Im wesentlichen wie jeder andere Onlineshop. Ware findet man in Kategorien oder per Suche. Der Markt hatte so ziemlich alles was ich gesucht habe. Man legt die Artikel in einem Warenkorb ab und zahlt am Ende mit verschiedenen, gängigen Online-Zahlfunktionen (Paypal etc.). Bestellt man Kühl- oder Tiefkühlwaren mit, so wird die Ware automatisch per DHL Express verschickt, außerdem wird die Ware für den Transport gekühlt (Kühlakkus, Trockeneis). Hat man Kühlware in der Bestellung kann man außerdem ohne Aufpreis einen Wunschtermin für die Lieferung angeben. Der Versand ist ab 25 Euro Bestellwert kostenlos.

Kühlwaren

Kühlware wird in einer sepraten, großen Kühlbox verschickt. Die Box kostet 5 Euro Pfand und kann kostenlos zurückgeschickt werden (DHL Retoure). Einen Preisaufschlag zahlt man nur dann, wenn man das Volumen der Kühlkiste nicht zu mindestens 50% belegt. Der maximale Preisaufschlag für Kühlware beträgt 4,99 Euro, und er nähert sich immer weiter gen Null, je näher man der 50% Grenze kommt. Ich habe für meine Bestellung die Kühlkiste zu 50% gefüllt, alles andere finde ich persönlich unwirtschaftlich.
Wichtig für die Berechnung ist hier nicht der Preis der Kühlware, sondern das Volumen welches die Ware in der Kühlbox einnimmt. Die Volumenangaben finden sich auf den Artikelseiten der Kühlartikel. Milchpackungen eigenen sich beispielsweise recht gut, um die Volumengrenze zu erreichen, da Milch recht günstig ist und viel Platz wegnimmt. :)
Es werden auch einige andere Artikel in der Kühlkiste verschickt, beispielsweise Weintrauben oder Eier. Das Verfahren für Tiefkühlprodukte funktioniert genauso, allerdings werden Kühl- und Tiefkühlprodukte in separaten Kisten verschickt und kosten somit auch 2 mal Pfand, und man hat auch 2 mal die Volumengrenze die es zu knacken gilt.

Meine Bestellung ist da!

Der große Tag - mein Wunschtermin - ist gekommen, die Bestellung ist da. Die Ware kam genau im angegeben Zeitrahmen zwischen 7 und 13 Uhr via DHL Express. Es kamen 2 große und ebenso schwere Pakete hier an. 

Ich glaube ja nicht, dass der Aufkleber "Sofort zustellen" irgendwas zu bedeuten hat, außer Werbung. ;)
Versendet wird CO2-neutral. Ein kleiner Tropfen auf den Umweltstein, und ein bisschen PR.


Eines ist offenbar die Kühlkiste, die andere beherbergt den Rest. Die Kühl-Styroport-Kiste passt sehr genau in den Karton.

Deckel auf - erst mal viel Polsterfolie.



Mal ein bisschen Folie beiseitegeräumt, darunter: Noch mehr Folie. Und Milch. 

Nach dem Entfernen von noch mehr Folie findet sich langsam die Ware in der Kiste. Auch die Weintrauben liegen in der Kühlkiste, darüber einige Kühlbeutel (rechts im Bild). Diese machen einen wertigen Eindruck und wurden nicht extra berechnet, und müssen auch nicht zurückgegeben werden. Nett.


Unter den Trauben finden sich dann die kleineren Kühlwaren. Wie man sieht ist jeder Joghurt separat mit einer Luftpolsterfolie umwickelt, damit alles fest steht und nichts umfallen kann. Die eier stehen unten in der Kiste, was ich gewagt fand.



Dennoch - die Eier sind heile angekommen. Zwischen die Eier hat der Verpacker offenbar in liebevoller Kleinarbeit Packpapier-Stückchen gesteckt.

Die Trauben kamen in Plastiktüten und waren noch einmal separat mit Luftpolsterfolie umwickelt. Die roten Trauben lagen genau unter den Gel-Kühl-Pads und haben beim Transport offenbar ein wenig zu kalt bekommen. Einige davon waren aufgeplatzt, allerdings nicht viele, und auch nicht tragisch.



Dies lag ebenfalls in der Kiste. Eine "Danke"-Pappe, Der elegant eingefasste Lieferschein mit weiteren Infos zur Rücksendung der Kühlkiste, außerdem noch ein Prospekt und ein gratis Werbe-Wasserball.


Ein einziges Produkt hat den Transport nicht überstanden - das Hühnerfrikassee ist offenbar beim Transport aufgeplatz und hat dabei ein paar der anderen Kühlwaren-Verpackungen ein wenig beschmiert. War aber alles in 2 Minuten weggewischt. Das Produkt musste ich leider entsorgen.


So sah es in der Trockenfood-Kiste aus, nachdem ich die erste Lage Packpapier entfernt hatte. Ein bisschen Ware, noch eine Kiste in der Kiste, und noch mehr Packpapier.


Unter dem weiteren Packpapier - Brot und Brötchen. Bei den beiden Körnerbrot-Packungen lag eine Packung am Rand, dadurch ist eine einzelne Scheibe Brot ein wenig angedätscht. Ich kann damit Leben.

Auch der Klarspüler für die Spülmaschine kam in einer Plastiktüte. Vermutlich, falls etwas ausläuft. Ich bezweifele, dass die dünne Tüte dann irgendetwas rettet. ;)

Diesem Nutella passiert bestimmt nichts, so schön eingewickelt. :)


Ach ja, da war ja noch eine Kiste in der Kiste...


... in dieser findet sich zunächst - Polsterfolie ...


und darunter - 4 Bananen und 4 Paprika auf Holzwolle. Niedlich.


Unter der Holzwolle: Mehr Holzwolle, und ein Sack Zwiebeln.


So sieht das dann alles ausgepackt aus.


Alles bis auf das Frikassee ist ganz solide hier angekommen.


Hier ist die Kehrseite der Bestellung: Massenweise Verpackungsmaterial und Müll.

Fazit

Ich bin überrascht und im wesentlichen zufrieden mit dem Einkauf. Ich kann mir lediglich nicht vorstellen, dass sich das für den Verkäufer wirklich lohnt, denn irgendjemand muss das auch alles verpacken.
Aber vielleicht ergeben sich hier auch Vorteile für den Verkäufer die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind. Wir werden sehen, ob das verfahren sich durchsetzt.
Positiv war, dass die Ware wirklich (mit einer Ausnahme) in tadellosem Zustand hier ankam. Die Kühlware kam wirklich komplett kühl hier an und machte einen hervorragenden Eindruck. Auch an Obst und Gemüse gab es nichts zu meckern, die Ware war optisch ansprechend, die Trauben schmecken gut. Aus dem beschädigten Produkt mache ich mir nicht besonders viel. Das kann beim PKW-Transport durchaus auch mal passieren, und in diesem Fall habe ich die Hoffnung, dass mir der Transportschaden durch den Händler ersetzt wird. Ich werde mal anfragen.
Negativ aufgefallen ist mir lediglich der ganze Müll der übrig bleibt. Ich werde das ganz pragmatisch machen, und Packpapier und Folie in meiner Kühlkiste unentgeltlich an den Verkäufer zurückschicken.
Ich bin es dann zwar los, allerdings wird es vermutlich nicht wiederverwendet werden, und ist damit immer noch nicht sehr umweltfreundlich.
Ob es umweltfreundlicher wäre, selbst mit dem Auto in den Supermarkt zu fahren? Wer weiß.
Jedenfalls kostet es mich mindestens 2 Stunden mehr, selbst in den Supermarkt zu fahren. Ich denke, ich werde künftig öfter online kaufen. 





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About Katja Lauer

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2 Kommentare:

  1. ...vermutlich werden die Waren erst nach China verschickt, da verpackt um dann anschließend zurückgeschickt zu werden; sieht ja nach ner Menge Kleinarbeit aus. Wundert mich auch, dass das nicht auf den Preis drückt.

    Jede Menge Verpackungsmüll, ja, aber im Gegensatz zu Benzin sollte da einiges recyclebar sein.

    Das einzig negative daran, was mir jetzt spontan einfällt (außer die Abhängigkeit von Paketdiensten - wobei DHL mit meinen Paketen immer recht gut umgegangen ist, von anderen hab ich da schon recht wilde Dinge gehört) - man kann nicht kontrollieren, ob man nicht Ware bekommt, deren Mindesthaltbarkeitsdatum am nächsten Tag abläuft (ja, es ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum und man kann die meisten Sachen trotzdem noch eine Zeit lang essen, aber ist schon schöner, das vor dem Datum zu tun)...oder gibt es da eine Garantie vom Verkäufer?

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  2. Das ist eine gute Frage. Ich bin davon ausgegangen (ohne darüber nachzudenken), dass die das aus Rufgründen schon nicht erwägen werden. Mir ist nichts ungewöhnliches aufgefallen bei den Haltbarkeitsdaten.

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