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LED Spots für alle!

Die Wahl des richtigen Leuchtmittel ist längst nicht nur eine Frage für extremistische Umwelt-Hippies mit Baumwoll-Latschen und ungewaschenen Dreadlocks! :P
Neben dem positiven Karma, welches ihr durch den Effekt der geringeren Energie-Verschwendung aufbaut, könnt ihr auch bedeutend weniger von eurem Geld verschwenden. Da das so abstrakt aber nur wenig Eindruck macht (zugegeben, hat es zunächst auf mich selbst auch nicht), möchte ich euch an meiner Rechnung teilhaben lassen, die ich im Zuge meiner anstehenden Laden-Eröffnung aufgestellt habe. Das Ergebnis hat mich selbst überrascht.
Gerechnet habe ich hier der Einfachheit halber mit ganz simplen, ergoogleten Durchschnittswerten. Falls ihr einen bedeutend günstigeren Stromanbieter habt und meine hier angegebenen KWH-Preise auf euch nicht zutreffen, freut mich das natürlich enorm für euch. Die absoluten Zahlen stimmen dann für euren Fall natürlich nicht. Aber in Relation gesetzt kommt bestimmt immer noch ein guter Batzen zusammen. ;)

Aber LED Spots machen ganz hässliches Licht! 


Das war vielleicht mal so. Beim Kauf sollte man für Wohnräume darauf achten "warmweiß" als Licht-Farbton zu kaufen. Es sei denn man mag besonders kühles Licht (vielleicht für Arbeitszimmer oder Schreibtischbeleuchtung). Die Lichtfarbe von warmweißen LED-Spots und warmweißen Halogen-Spots ist heutzutage durchaus vergleichbar. Wer davon nicht überzeugt ist sollte zumindest zum Vergleich mal einen LED-Spot erwerben und einsetzen. Habe ich auch so gemacht. Ich konnte kaum einen Unterschied erkennen. Dabei sollte man sich noch vor Augen halten, wie oft man im Alltag tatsächlich Gedanken an die vorhandene Beleuchtung verschwendet und wie diese im Vergleich zu einer alternativen Beleuchtung abschneiden würde. Ich drücke meist den Schalter, dann wird's hell. Alles ist gut.

Stromrechnung. Strom halt. 


Ich selbst mache mir selten Gedanken über sowas. Strom ist so eine Sache, die wird einfach monatlich abgebucht. Einmal im Jahr kommt ne Abrechnung, und wenn diese hässlich ausfällt ärgere ich mich, nicht 12 Monate vorher einen passenderen Abschlag angegeben zu haben. Wie diese Rechnung zusammenkommt beschäftigt mich selten. Zu vielfältig sind die Stromfresser im Haushalt, und zu kostbar ist mir meine Zeit, mir darüber viele Gedanken zu machen. Immerhin achte ich bei Neuanschaffungen von Geräten auf gute Energieeffizienz, und bin dann ein paar Tage stolz auf mich, bis ich's wieder vergessen habe. Vorbildlich machen wir Nachts immer alle Geräte aus (naja, wir versuchen es), so die Strom-Basics eben. Aber Licht? Licht braucht man halt. Was soll's.

LED Spots können hunderte Euro im Jahr sparen


Ich richte gerade einen Laden ein und habe in der Decke wunderschöne Spots eingearbeitet, in denen derzeit 50W Halogen Spots drinstecken. Ich habe gezählt, es sind an die 30 Spots.
Einige der Halogen Spots sind ausgefallen / kaputt, und ich kenne aus Erfahrung, dass diese Teile recht gerne und schnell kaputt gehen. Ich habe mich gefragt ob es Sinn machen würde, die Spots durch LED auszutauschen. Hauptsächlich weil die Erfahrung da zeigt, dass diese länger halten. Im Zuge dessen habe ich auch mal einen Vergleich der Stromkosten ausgerechnet. Da es ein Ladengeschäft ist leuchtet man normalerweise durchgehend wenn geöffnet ist. Einige der Spots leuchten vielleicht auch noch später am Abend (Schaufenster & co). Ich habe der Einfachheit halber angenommen, dass die Spots 10h/Tag leuchten.
Ich habe im Durchschnitt mit einem KwH-Preis von 0,30€ gerechnet. Der Durchschnitt von 2013 lag laut Freund Google bei ca. 0,29€, und mit 30 cent ist leichter rechnen.

Wir haben also:
30 Spots x 50 Watt * 10h täglich * 365 Tage = 5475000 /1000 = 5475 KWH
5475 * 0,3€ =  1642,50 € Jahreskosten für meine 50 Watt Halogen-Spots.
Ups.

Dann habe ich angenommen, ich tausche diese Halogen-Spots gegen 4,5 Watt LED-Spots aus.
Man darf sich da nix vormachen: Ganz so hell wird das dann nicht mehr, die LED Spots sollen angeblich den 35 Watt Halogen Spots entsprechen (nicht, wie vorher benutzt, 50 Watt). Die Lumen-Angaben sind dabei trotzdem noch geringer, aber soweit ich weiß ist der Lumen-Wert bei Leuchtmitteln sowieso mit höchster Vorsicht zu genießen. Ich vertraue da lieber auf meinen eigenen Eindruck nach direktem Test des Leuchtmittels. Ich fand die 4,5 Watt Leuchtmittel mehr als ausreichend für meine Spots, zumal ich generell sehr viele Leuchten habe. Bei nur 2-3 Spots pro Lampe sollte man vielleicht auf die 6,5 Watt LEDs ausweichen, die ein gutes Stück heller sind.

Wir haben dann also: 
30 Spots * 4,5 Watt * 10h täglich * 365 Tage = 492750 / 1000 = 492,75 KWH
492,75 * 0,3€ = 147,83 € Jahreskosten für meine 4,5 Watt Halogen Spots.
Doppel-Ups!

In meinem Lädchen kann ich durch den Wechsel von "50 Watt Leuchtmitteln" auf etwas weniger helle "35 Watt Leuchtmittel" und den Wechsel von Halogen auf LED-Spots also nahezu 1500 € im Jahr an Stromkosten sparen.
Das hat mich dann doch SEHR überrascht. Damit habe ich die etwas höheren Anschaffungskosten schon im ersten Jahr locker raus.


Ich mache aber keinen Laden auf. 


Stimmt. Aber du hast ein Haus / eine Wohnung / ein WasAuchImmer.
Solltest du derzeit Halogen-Spots verwenden lohnt es sich, das mal für deinen Fall auszurechnen. Wenn du es ganz genau machen willst kannst du auch nachschauen was bei deinem Anbieter eine KWH kostet, und mit dem tatsächlichen Preis rechnen, statt meiner "angenommenen" 30 Cent.
Mal eine Beispiel-Rechnung, mit vollkommen ausgedachten Werten, die auf meiner Phantasie beruhen und keinerlei Anspruch auf Plausibilität haben.
Wir nehmen an, in der Wohnung / dem Haus verteilt gäbe es 10 Halogen-Spots, die täglich im Durchschnitt etwa 4 Stunden leuchten. (denke dir hier gerne Werte aus, die für deinen Fall besser zutreffen, und rechnet selbst aus^^). Sagen wir bisher hättest du mit 35 Watt Strahlern geleuchtet.

Wir hätten dann: 
15 Spots * 35 Watt * 4h täglich * 365 Tage = 766500 / 1000 = 766,5 KWH.
766,5 * 0,3€ = 229,95 € im Jahr

Mit 4,5 Watt LEDs wären das: 
15 Spots * 4,5 Watt * 4h täglich * 365 Tage = 98550 / 1000 = 98,55 KWH.
98,55 * 0,3€ = 29,57 € im Jahr

Du siehst also: Sind zwar nicht mehr so krasse Unterschiede wie im gewerblichen Bereich, aber immer noch an die 200 € im Jahr, die man für viel schöneres ausgeben könnte. Bier zum Beispiel. :)


Und was kostet die Anschaffung? 



Auch hier sind die Unterschiede heutzutage nicht mehr so gravierend. Ein Marken-LED Spot von Samsung der einen 35 Watt Halogen-Spot ersetzt kostet ca. 6 Euro (derzeit bei obi) . Auch die "LEDARE" von IKEA wird als gut angesehen und kostet 6,99€.
Vergleichen würde ich den Preis auch nur mit Marken-Halogen Spots, da die billigen sehr schnell kaputt gehen. Bei IKEA kosten vergleichbare Halogen-Strahler zwischen 1-2 Euro / Stück. Eine vergleichbare Osram kostet im Baumarkt ca. 2,20€ das Stück. Auf 15 Spots (Annahme Privathaushalt) kommen da also 15 * 6€ gegen 15*2,20€, macht also einen Mehrpreis bei der Anschaffung von ca. 57€. Auch im Privathaushalt hat man also die Anschaffungs-Mehrkosten nach obiger Beispielrechnung nach 1 Jahr locker wieder drin.

Vorsicht mit utopischen Lebensdauer-Angaben


Bei LEDs liest man häufig irgendwelchen Schwachsinn von 50.000 Stunden Lebensdauer oder ähnliches. Ich halte das für ziemlichen Bullshit. Die reine LED selbst (also nicht das ganze Leuchtmittel) mag durchaus eine solche Lebensdauer haben (können). ABER. Erstens sind das hochgerechnete Laborwerte, keine Werte aus der Praxis. Zweitens brauchen LED viel weniger Volt als Halogen-Spots. Damit man die LED-Leuchtmittel in einen normalen Spot einsetzen kann hat jede dieser LED Lampen so ein Netzteil drin, welches das runterregelt. Und diese Netzteile haben häufig eine bedeutend geringere Lebensdauer. Selbst wenn also die LEDs im Leuchtmittel so lange halten würden, kann das Netzteil in dem LED Spot schon bedeutend früher abrauchen, was den gleichen Effekt hat: Kaputt.

Vorsicht vor China-Billigware


Auf eBay findet man massenweise viel günstigere LED-Spots als die genannten von Samsung, Osram oder IKEA. Hier ist Vorsicht geboten. Liest man in den Bewertungen, so findet man häufig Beschwerden, dass die Leuchtmittel nicht halten was sie versprechen. Lumen- und Watt-Angaben der Spots entsprechen oft nicht im entferntesten den Angaben. Laien können das aber zu Hause nur schwer überprüfen. Manche berichten auch, dass die Spots schnell kaputt gehen (trotz LED, evtl. wegen minderwertigem, verbautem Netzteil). Manche sind schon bei Auslieferung kaputt.
Sicher gibt es auch gute, günstige Spots auf eBay. Ich finde es aber als Laie nahezu unmöglich, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich habe daher zu Marken-Leuchtmitteln gegriffen, auch wenn diese 3-4 Euro mehr kosten pro Spot. Manche der namhaften Anbieter geben sogar einige Jahre Garantie auf das Leuchtmittel - Kassenbon also aufheben.


Fazit

Die hier gemachten Angaben sind Beispiel-Rechnungen. Deinen jeweiligen, tatsächlichen Fall kannst du aber recht leicht selbst ausrechnen. Ich wollte hier nur einmal an absoluten Zahlen zeigen, wie sich so ein Leuchtmittel-Wechsel monetär auswirken kann. Ich selbst hätte nicht im Traum gedacht, dass dabei solche Zahlen herauskommen können.

Davon abgesehen: Ich habe absolut keine Ahnung von Physik / Strom. Alle was ich im Zuge meiner Recherche herausgefunden und hier zusammengefasst habe entspricht also dem Wissen anderer Leute, welches ich aus Foren und Testblogs herausgezogen habe.

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About Katja Lauer

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1 Kommentare:

  1. Danke für Ihren Bericht!. Die Lebensdauer ist eine Frage der Qualität der Produkte und deren Einzelkomponenten. Hierzu zählen neben der LED auch das Netzteil und die Kühlung. Auf der sicheren Seite ist man mit einer entsprechenden Garantie Seitens des Herstellers. http://www.ledora.de/unternehmen/qualitaet-und-nachhaltigkeit/

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